Stellen Sie sich vor:

Sie sind unterwegs zum wöchentlichen Großeinkauf und haben die Einkaufsliste parat. Der erste Punkt lautet „Cornflakes“ im richtigen Gang angekommen, werden Sie von einer mannshohen Wand von Produkten überwältigt – massenweise verschiedene Marken, grelle Farben und viele kleine Maskottchen, die den jeweils besten Geschmach versprechen. Welche ist denn aber nun die beste Option?

Einfach das vom letzen Mal kaufen oder lieber mal was neues probieren? Braucht man wirklich 9 verschiedene Getreidesorten? Vielleicht einfach das erstbeste nehmen, damit man es leicht hat oder das welches am besten aussieht?

So ungefähr fühlen sich einige User wenn Sie bei Google in die Suchergebnisse starren: überwältigt. Sie wollen nur jemanden der ihnen weiterhilft, stattdessen werden Sie vor eine Wand von Informationen gestellt und wissen nicht was sie auswählen sollen oder noch wichtiger, wem man vertrauen kann.

Einen möglichen Kunden dazu zu bekommen die eigene Werbung zu klicken ist ein anderes Thema aber wenn Sie einmal geklickt haben, sollten Sie das sehen, was Sie von möglichen Kunden zu Kunden macht. Wird er die blinkende Startseite sehen? Wird Ihre Firma vertrauensvoll rüberkommen? Ich habe ein paar wichtige Fakten zum Thema Landingpages die konvertieren zusammen getragen:

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1. Was macht die Konkurrenz?

Starten Sie eine schnelle Suche nach Firmen die ein ähnliches Angebot wie Sie haben (Wenn möglich sogar in der gleichen Region). Wie sehen deren Startseiten aus? Wenn Sie direkt konkurrieren, sollten Sie sich fragen, was machen die anderen besser und was machen Sie selber besser? Wenn Sie etwas besser machen, sollte das aus Ihrer Kampagne hervorgehen.

Es ist auch wichtig, dass Sie sich visuell von Ihrer Konkurrenz abheben. Benutzt man das gleiche Farbschema und das selbe Layout wird man schnell verwechselt oder gar vergessen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die beiden größten Mobilfunk anbieter der USA. Das Branding könnte verschiedener nicht sein, obwohl beide praktisch das gleiche Angebot haben.

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2. Der Kunde ist König

Verfassen Sie Ihre Landingpage so, dass sich der Kunde angesprochen fühlt. Statt „Wir können Ihnen helfen Kosten zu senken“ schreiben Sie lieber „Mit uns können Sie Ihre Kosten senken“. Schreiben Sie nicht warum, „Wir die Firma“ so toll sind, sondern wie „Sie die Kunden“ von profitieren können, wenn sie sich für Ihre Firma entscheiden.

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Wärend die obere linke Seite die Kunden vermutlich anlocken könnte, solte Ihre Landingpage inhaltsreicher und informativer sein, so wie auf der rechten Seite.  Dort wird das Publikum spezifisch und direkt angesprochen und der Mehrwert Ihrer Firma für den Kunden wird klar definiert.

 

3. Kleinigkeiten

Auch wenn die folgenden Vorschläge eigentlich weit bekannt sind, ist es doch erstaunlich wie oft man Beispiele sieht in denen sie missachtet werden.

Denken Sie daran welche Schriftart Sie verwenden. Groß genug um lesbar und angenehm für die Augen zu sein (Nein, Curlz MT ist keine gute Option). Man sollte auch vermeiden nur Großbuchstaben zu verwenden, da dies Misstrauen und Unprofessionalität ausstrahlt.

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Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um über das Farbschema und Design nachzudenken. Sie sollten einen Kopfbereich und Icons verwenden, die sich auf Ihrer Homepage wiederfinden; designen Sie Ihre Landingpage um existierende Standards her. Wenn man sich zu weit von dem etablierten Branding entfernt, werden Besucher schnell misstrauisch.

Bitte, bitte, lassen Sie Ihre Seite gegenlesen. Da kommt schon mal Fremdscham auf wenn man auf großen Seiten Fehler findet. Jeden Text automatisch und menschlich prüfen lassen!

4. Zusammenfassen was das Zeug hält

Das ganze Internet zitiert Steve Krug (Don’t Make Me Think) „Streichen Sie die Hälfte aller Wörter auf jeder [Landing] Seite, dann streichen Sie die Hälfte von dem was übrig ist“. Er hat Recht. Seien Sie spezifisch indem Sie Ihre Webseite auf Relevantes und Wichtiges beschränken.

Entfernen Sie Schnickschnack und verschlanken Sie Ihr Webdesign so, dass es simplel, präzise und geradeheraus ist. wordy-website

SEO ist ein weiterer wichtiger Faktor beim Zusammenfassen. Auch wenn es clever scheint Wörter in Bildern zu platzieren, um die Seite schlanker zu machen, darf man nicht vergessen, dass SEO crawler diese Wörter nicht lesen können. Vernachlässigbare Wörter kann man natürlich einbetten aber entscheidende Keywords sollten unbedingt im HTML wiederfindbar sein. Mit dem richtigen CSS kann man es immer noch so aussehen lassen, als wäre die Schrift Teil des Bildes.

 

5. Der Fokus soll auf dem Call to Action liegen

Alles auf der Seite soll einen Bezug haben warum der Kunde konvertieren soll. Der Call to Action sollte das einzige interaktive Element auf der Seite sein. Wenn Sie ausgehende Links oder andere klickbare Elemente haben, könnte der Kunde abgelenkt werden.

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Videos und social media buttons sind eine Ausnahme für diese Regel.

Auch wenn herausgefunden wurde, dass Video nicht für alle Branchen funktionieren (kurze Videos sind aber für viele ein Vorteil), so sind social media Buttons eine gute Möglichkeit einen Besucher dazu zu bringen Aufmerksamkeit für Ihre Firma zu schaffen.

Man kann diese Buttons aber auch erst auf der „Danke für die Konversion“-Seite zeigen.

 

6. Formulare

Es ist extrem wichtig zu minimieren. Je mehr Fakten jemand über sich preisgeben soll,  desto weniger wahrscheinlich ist eine Konversion. Kein Mensch möchte eine endlose Liste von Feldern ausfüllen und wechselt dann doch lieber zu Konkurrenz.

Reicht nicht auch eine Email-Adresse? Fragen Sie nur nach de absolute notwendigen Informationen. Wenn der Kunde einmal konvertiert ist, kann man immer noch mal nachfragen.

 

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Ein Feld für eventuelle Fragen oder Kommentare des Kunden kann auch nützlich sein. Das erleichtert es ein Gespräch zu beginnen wenn einmal Kontakt hergestellt wurde.

Lesen Sie diesen Artikel um mehr darüber zu erfahren wie wichtig gute Formulare sind und wie schlechte Ihrem Geschäft schaden können.

 

7.Seien Sie experimentierfreudig

Wie oben erwähnt, funktioniert nicht immer alles für jeden. Es gibt zahlreiche entscheidende Branchenunterschiede und man muss seine eigene Situation möglichst genau herausfinden. Wie macht man das? Durch A/B-Tests (oder A/B/C/D…). Ändern Sie einzelne Teile Ihrer Landing page und vergleichen Sie die Ergebnisse. Andere Farbe für Buttons, Videos, Layout, Schhrift… Wichtig dabei ist es alles genau zu dokumentieren und den Kontext zu beachten. Wächst Ihre Marke gerade stark, so hat die höhere Konversationsrate nichts mit der Landing page zu tun. Um solchen Fehler ganz aus dem Weg zu gehen, lohnt es sich ein System zu integrieren, welches Besuchern prozentual verschiedene Versionen der Seite präsentiert.

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Wer der Sache wirklich auf den Grund gehen möchte, kann sich an multivariable Tests wagen. Aber dafür bedarf es viel Traffic und einiges an Zeit um Daten auszuwerten.pile data.

8. Nutzen Sie kostenlose Vorteile

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Wenn Ihre Firma nicht jede Social Media Plattform nutzt, sollten sie schleunigst ein paar Accounts auf machen. Ernsthaft. Social Media ist kostenlose Werbung für Ihre Firma und eine Möglichkeit mit derzeitigen, zukünftigen und ehemaligen Kunden in Kontakt zu treten.

Share buttons auf der Seite helfen dabei Vertrauen aufzubauen. Kunden können Ihre Aktivitäten nachverfolgen und sehen was andere über Sie gesagt haben.

Wenn Sie gute Empfehlungen bekommen haben, können Sie damit experimentieren, diese auf der Landing Page zu verwenden. Kundenempfehlungen auf der Landing Page zu sehen, hilf es anderen Kunden Vertrauen in Ihre Firma zu stecken. Aber Vorsicht: gefälschte Empfehlungen werden meistens sofort erkannt!

Es ist auch sehr wichtig eine Telefonnummer anzuzeigen – wieder geht es um Vertrauen und den Nachweiß, dass es sich um reale Personen handelt. Wenn man in vielen verschiedenen Regionen agiert, kann man sogar regionalspezifische Nummern verwenden, wenn man einen Kundensupportservice in Anspruch nimmt.